Digitale Spiele

Spiele können in verschiedene Genres unterteilt werden, die sich vor allem in ihren Spielmechaniken unterscheiden, es gibt dabei oft auch Mischformen. Hier findest du eine Übersicht über die populärsten Spielgenres mit aktuellen Beispielen.

  • Actionspiele – hier steuerst du meist eine Figur oder ein Fahrzeug mit dem Ziel den Gegner auszuschalten, beispielsweise durch Waffen oder Kampfsport, oder das Erreichen eines bestimmten Punktelevels. Ein bekanntes Beispiel ist GTA.

Altersfreigabe ab 18 Jahren, teilweise auch schon ab 16 Jahren.

  • Beat ’em ups – Hier treten die SpielerInnen im direkten Aufeinandertreffen gegen andere oder Computergegner an und müssen diese durch den Einsatz verschiedener Kampfstile besiegen. Bekannte Vertreter dieses Genres sind Street Fighter, Mortal Kombat oder Super Smash Bros.

Altersfreigabe ab 18 Jahren, teilweise auch schon ab 16 Jahren.

  • Ego-Shooter – hier agierst du als SpielerIn in der Ich-Perspektive in einer dreidimensionalen Spielwelt und bekämpfst virtuelle Gegner oder andere SpielerInnen meist mit Schusswaffen. Bekannte Beispiele sind Call of Duty, Battlefield oder Far Cry.

Altersfreigabe ab 18 Jahren.

  • Geschicklichkeitsspiele – hier brauchst du eine gute Auge-Hand-Koordination und strategische Denkweise. Eines der bekanntesten Geschicklichkeitsspiele ist Tetris.

Altersfreigabe ab 6 Jahren.

  • Jump ‘n‘ Runs – hier steuerst du eine Spielfigur, die sich in der Regel laufend und springend fortbewegt. Ziel des Spiels ist häufig das Erreichen des Levelendes. Bekannte Genre-Vertreter sind Super Mario Bros., Temple Run und die Donkey Kong Reihe.

Altersfreigabe ab 6 Jahren.

  • Open World Spiele – Im Zentrum der Open World Spiele steht aber stets eine offen begehbare Spielwelt, in der die SpielerInnen bestimmte Aufgaben erledigen müssen und die Spielwelt meist frei erkunden können. Populäre Beispiele für Open World Spiele sind GTA, Assassin’s Creed, Watch Dogs und Minecraft.

Altersfreigabe ab 18 Jahren, teilweise ab 16 Jahren.

  • Musik- und Tanzspiele – hier geht’s ab auf die Tanzfläche! In diesem Genre stellen Musik oder das Tanzen zentrale Elemente des Spielablaufs dar und das Ziel ist es, einen bestimmten Ablauf an Tönen oder Tanzschritten mithilfe von Tanzmatten, Controllern oder Mikrofonen nachzumachen. Bekannte Musik- und Tanzspiele sind Guitar Hero und Just Dance.

Altersfreigabe ab 0 Jahren.

  • Rollenspiele – Rollenspiele sind meist in einer fiktionalen Welt angesiedelt. Hier kreierst und steuerst du einen Charakter, dessen Fähigkeiten und Ausrüstung du im Laufe des Spiels verbessern. Bekannte Rollenspiele sind The Witcher, Pokémon und The Elder Scrolls.

Altersfreigabe ab 18 Jahren, teilweise ab 16 Jahren.

  • Simulationen – Simulationsspiele bauen auf eine realitätsnahe Umgebung und versuchen einen realen Sachverhalt möglichst originalgetreu im Spiel wiederzugeben. Bekannte Beispiele sind der Landwirtschaftssimulator oder Sims.

Altersfreigabe ab 12 Jahren, teilweise ab 6 Jahren.

  • Sportspiele – hier kannst du virtuell eine bestimmte Sportart ausüben. Populäre Sportspiele der heutigen Zeit sind beispielsweise FIFA, NBA2K oder Madden.

Altersfreigabe ab 8 Jahren.

  • Strategiespiele – Mit vielen strategischen Mechaniken kannst du entweder rundenbasiert oder in Echtzeit bestimmte Aktionen durchführen, wie zum Beispiel eine Angriffskoordination einer virtuellen Armee. Bekannte Beispiele sind StarCraft und Die Siedler.

Altersfreigabe ab 12 Jahren.

Besonders anziehend wirken die sogenannten „Massively Multiplayer Online Role-Playing Games“, bei denen man allein oder in Gruppen Aufgaben meistern und Abenteuer bestreiten kann. Da es jedoch immer etwas zu tun gibt, entsteht schnell ein gewisser Druck, jederzeit online sein zu müssen, um alles zu schaffen und nichts zu verpassen. Hier aber auch bei anderen Spielen kann schnell eine Spielsucht entstehen. Nähere Informationen zu Internet- und Spielsucht findest du hier:

Checkliste für einen guten Umgang mit Computerspielen:

  • Achte auf die Altersfreigaben – Die Alterskennzeichnung ernst nehmen, jedoch selbst entscheiden.
  • Verbringst du täglich mehr als 4 Stunden beim Spielen? – Wenn ja, überlege dir ob du deine Spielzeit reduzieren kannst. Versuche dich an feste Spielzeiten zu halten.
  • Pass auf, dass die virtuelle Computerspielwelt sich nicht mit deiner Realität verwischt und dich im Alltag beeinflusst.
  • Reagierst du oft aggressiv oder wütend nachdem du gespielt hast? Überlege dir gut, was die Computerspiele in dir auslösen und ob du deine Gefühlswelt dabei unter Kontrolle hast.
  • Pass auf, dass du nicht den Drang hast, in der virtuellen Welt etwas zu verpassen!
  • Setze dich aktiv mit den Inhalten der Spiele auseinander, findest du diese Themenwelt in Ordnung? Oder spielst du das nur, weil alle anderen das auch spielen?
  • Versuche einen ausgewogenen Alltag mit Alternativen für die Freizeitgestaltung und sozialen Kontakten zu schaffen.

Stand November 2019